Karpfen im Salzwasser?

Cortal Consors ist wohl für die meisten ein Begriff. Die Firma nannte sich bis vor ein paar Jahren noch Consors, hat dann aber Pleite gemacht, und ist seit einiger Zeit unter dem Namen Cortal Consors wieder unterwegs. 

Die haben da zur Zeit einen sehr hübschen Werbespot am laufen.

Irgendein Typ steht vor einem riesigen Aquarium, glotzt hinein und philosophiert irgendwelchen Blödsinn, von wegen einfach mal nicht über das Geld nachdenken und so. Im Hintergrund sieht man Haifische und Rochen vorbeischwimmen.

Der Kerl sieht sich irgendwann Face to Face mit einem behäbigem Fisch, der als Karpfen deklariert wird:

Zitat: “Aber nur, wenn man ein Karpfen ist.”

Nun frage ich mich doch:
Was sucht ein Karpfen in einem Salzwasseraquarium? Das ist ein einheimischer Süsswasserfisch, oder täusche ich mich da?

Brachse und vor allem Aland sind zwar Karpfenfische, die im Brackwasser leben können, also in Ufermündungen, deren Salzgehalt durchh die Mischung von Salz- mit Süsswasser dementsprechend geringer ist als im offenen Meer, aber keinesfalls könnten dort gleichzeitig Haie oder Rochen existieren. 

Ausgenommen vielleicht noch der Bullenhai, aber auch der nicht für lange Zeit.

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Am helllichten Tag

Einem guten Bekannten von mir ist kürzlich ins Auto eingebrochen worden. Er hatte dummerweise seinen Geldbeutel sichtbar unter der Handbremse liegen gelassen, schon war es passiert. Er hatte das Auto abends gegen 22 Uhr abgestellt und als er am nächsten Tag gegen 14 Uhr wegfahren wollte, war das Fenster auf der Beifahrerseite eingeschlagen, und der Geldbeutel weg.

Sonst fehlte nichts im Auto, die auf dem Rücksitz liegende Jacke war noch da, ebenso wie das GPS im Handschuhfach, die Täter hatten es wirklich nur auf den Geldbeutel abgesehen.

Nun ist das ein Typ, der sonst immer darauf achtet, dass er nichts offen im Auto herum liegen lässt. Wenn er nur einen Kasten Bier sichtbar im Auto hat, deckt er ihn aus Angst vor durstigen Säufern ab, er achtet da wirklich immer sehr darauf.

Nur nicht an diesem einen Tag. Einmal, wirklich nur einmal, vergisst er es, und schon passierte es.

Erschütternd daran ist, er dachte ja anfangs, es wäre irgendwann mitten in der Nacht passiert, aber Zeugenaussagen bestätigten ihm, dass die Tatzeit zwischen 11 Uhr und 14 Uhr war, also am helllichten Tag. Direkt gegenüber einer U-Bahn Haltestelle.

Die Polizei konnte ihm da nicht viel weiterhelfen, das sei eine Fünf-Sekunden-Tat, das machen die mit einem Nothammer aus Bus oder U-Bahn, das geht ruckzuck. Irgendwelche Jugendliche, meinten sie.

Nun ist es so, wenn so etwas in dementsprechend sozial niedriger gestellten Wohnvierteln passiert, da muss man damit rechnen, aber er wohnt im Norden Nürnbergs, was gemeinhin als gute Gegend gilt/galt.

Da muss man sich ja langsam wirklich Sorgen machen. Dank der U-Bahn fallen die jetzt über die besseren Stadtteile her. Weil, von hier geht die U-Bahnlinie bequem und direkt nach, z.B. Plärrer, Schweinau, Rothenburger Straße, Scheißdreck.

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Verherrlichung von Fabrikbier

Oder: Das einzig gute Bier ist das fränkische Bier.

Als gebürtigem Franken tut es einem in der Seele weh, wenn man die Fernsehwerbung vom „guten“ Fabrikbier sieht: Becks, Jever, Krombacher, Bitburger, Hasseröder, und wie sie auch alle heißen mögen, sind für einen echten Bierkenner gerade einmal ein müdes Lächeln wert.

Das ist doch alles Scheißdreck.

Üblicherweise brauen die alle nach Pilsener Brauart, dem klassischen „Preissnplempel“, aber inzwischen traut sich sogar einer von denen an ein Weizenbier heran. Das hab ich mal probiert, OH GOTT!!, da sträubten sich mir sämtlich Haare. Das bekommen sogar die Österreicher besser hin, zumindest die vom Zillertaler.

Trotzdem bitte, lasst doch die Finger von dieser bayerischen Spezialität, das könnt ihr nicht.

In Franken haben wir über 300 Brauereien, das ist die höchste Brauereidichte weltweit, da ist man zwangsläufig besseres gewohnt.

In der fränkischen Schweiz hat fast jedes Dorf seine eigene Privat­brauerei, also, was wollt ihr mir erzählen mit eurem Dreck?

Es gibt so viele unterschiedliche Biere bei uns, darunter Köstlichkeiten, die jeden Norddeutschen vor Neid erblassen lassen würden, aber das weiß jeder, der schon mal in Franken war.

Auch in der Qualität gibt es deutliche Unterschiede.

Es ist eine alte Weisheit, dass guter Alkohol weniger Kater verursacht, als schlechter.

Also, dann trinkt doch mal an einem Abend 5-10-20 Flaschen (je nach Veranlagung und Gewohn­heit) Fabrikbier, bewertet den Kater am nächsten Morgen, und trinkt dann am Abend darauf die ent­sprechende Menge an gutem Bier.

Das Ergebnis wird jeden überzeugen, der erste Kater war fürchterlich, den zweiten erlebt man deut­lich entspannter. Man hat am nächsten Morgen nicht so einen fürchterlichen Mundgeruch, man hat keinen übelriechenden Dünnschiss, keine Blähungen und kaum Kopfweh.

In der Werbung wird auch noch suggeriert, es wäre clever und smart und „in“, diese „Preissnplörre“ zu trinken und das funktioniert auch in gewissem Sinne, aber doch nur bei den Jugendlichen, die sowieso alles in sich reinkippen, was einen wagemutig werden lässt, oder bei solchen, die sich von der Werbung beeinflussen lassen, und etwas trinken, was ihnen gar nicht schmeckt, oder bei denen, die sowieso keine Ahnung haben.

Ein großes Geschäft von denen sind ja inzwischen auch die gemixten Biere. Da wird dann von Gra­pefruit über Mango bis hin zur Passion Fruit gepanscht was das Zeug hält, damit es nicht so grausig schmeckt. Das ist doch einfach unglaublich und hat wirklich nichts mit richtiger Trinkkultur zu tun.

Ich kann nur jedem raten, der sich helfen lassen will, in einen ordentlichen Getränkemarkt zu gehen, und sich fränkisches, oder zumindest bayerisches Bier zu kaufen.

Und wem Bier pur nicht schmeckt, der taugt eben nicht zum Biertrinker, und sollte bei Cocktails bleiben.

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Katastrophenparker

Manche lernen es entweder nie, oder sind nur voller Eigennutz bei der Parkplatzsuche, damit sie jaaa wieder ohne Probleme losfahren können.

Vielleicht schwingt da zusätzlich eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Beherrschung eines Kraftfahrzeugs oder der räumlichen Vorstellung mit, ich weiß es nicht, aber es passiert viel zu oft, und es ist wirklich nervig.

Und hallo, wenn man aussteigt und sieht, was man für einen Mist gebaut hat, dann steigt man doch wieder ein und korrigiert, oder nicht? Aber das ist manchen nicht der Mühe wert, die kommen sich nicht einmal blöd dabei vor.

Und dabei blockiert ein Auto auf diese Weise oft zwei Parkplätze, was bei uns in der KFZ-Stellplatzarmen Nordstadt einfach nur eine Frechheit ist. Wir haben hier erstens viele Autobesitzer, und zweitens viele schöne Kneipen, die abends zusätzlich für Parkmangel sorgen.

Hier habe ich ein typisches Beispiel. Mein Auto steht hinter dem Deppen, ich konnte mich gerade noch dahinter quetschen und stand trotz dem kleinen Polo noch mit einem guten Viertel in der Ein­fahrt. Vor ihm ist Platz für ein halbes Auto:

Es tut mir wirklich leid, aber wer so bescheuert einparkt, der muss einfach öffentlich zur Schau ge­stellt werden. Die Parklücke  war von ihm auch so vorgefunden worden, ich hatte kurz vorher das Vergnügen, den Gentleman beim Einparken zu beobachten.

Zu dem Fahrer möchte ich nichts weiter sagen, als dass er wie die Faust aufs Auge in die Kategorie passte, die ich bereits in einem anderen Artikel (Tempolimitdeppen und Fremdwort Rechtsfahrgebot) beschrieben habe.

Wenn wir nur solche wie ihn hätten, müssten  wir uns alle Smarts kaufen, und wer hat schon Lust auf ein dermaßen unausgereiftes Fahrzeug.

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Pflichtsache Schulterblick, oder doch nicht?

Wenn man als Autofahrer seine „Kollegen“ beobachtet, kann man ja an sich leider viel zu oft nur den Kopf schütteln, aber eine Sache ist doch bedenklich: Kaum einer macht einen Schulterblick. Dieses Phänomen ist sowohl alters- und geschlechtsunabhängig, als auch unter allen Fahrzeugklassen zu beobachten.

Beim Abbiegen oder beim Spurwechsel, so habe ich das zumindest in der Fahrschule gelernt, ist ein Schulterblick zwingend notwendig. Dort befindet sich nun mal der tote Winkel, da können sich ganze Autos drin verstecken, und den soll man, den muss man vor jedem Abbiegen durch den Schulterblick abchecken. Das ist elementar wichtig.

Unachtsame Spurwechsler sind auf unseren Straßen schon ein genügend großes Ärgernis, vor allem auf der Autobahn habe ich da schon mehr als einmal geflucht. Auch wenn beim Abbiegen auf einer Doppelspur plötzlich inmitten der Kurve gewechselt wird, hab ich alles schon erlebt. Aber das ist ein Risiko mit dem man umgehen kann, schließlich muss man immer mit den kuriosesten Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen.

Wesentlich bedenklicher ist das Verzichten auf den Schulterblick beim Abbiegen in der Stadt.

Die Fahrradfahrer haben beim Rechtsabbiegen Vorfahrt und die kommen teils recht schnell angebraust. Allerdings passen sie auch auf und bestehen natürlich nie auf ihrer Vorfahrt, wären sie auch dämlich.

Aber es wundert mich wirklich jeden Tag, dass nicht noch viel mehr Unfälle passieren.

Und mir gegenüber haben sich schon Autofahrer offenbart, dass sie einfach „zu faul“ dazu seien, und sich auch beim Rückwärts fahren nur auf die Spiegel verlassen.

Es stimmt schon, hundert mal dreht man sich um und niemand kommt, aber irgendwann halt doch, und da sollte man gewappnet sein.

 

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Gestörte Naherholung

Jede Großstadt benötigt ihre Parks. Die Bevölkerung sucht solche Naherholungsplätze gerne auf, um in einem Stück Natur Ruhe und Erholung zu tanken.

Der Stadtpark in Nürnberg ist für uns hier in der Nordstadt Lebende ein willkommener und immer wieder gern aufgesuchter erholsamer Ort. Es ist ein Platz der Ruhe, die Blumenarrangements werden immer wieder schön gestaltet, kurz gesagt, man ist einfach gerne dort.

Es ist nur natürlich, dass sich an einem solchen Ort auch Obdachlose, bzw. berufsmäßige Trinker aufhalten, das sei ihnen vergönnt, und das war im Stadtpark auch schon immer so, nur eines hat sich geändert.

Normalerweise hielten sich die Trinker etwas abseits der öffentlichen Wege auf. Sie bevorzugten eine Art Laube, direkt gegenüber der öffentlichen Toiletten nahe der Straße “Am Stadtpark”. Dort störten sie niemanden, man konnte sie auch kaum sehen und hören.

Das hat sich nun geändert.

Seit ca. einem Jahr haben sie den Eingangsbereich des Stadtparks als ihren Aufenthaltsort auserkoren, die westliche Ecke “Am Stadtpark/Wurzelbauerstraße”.

Dort sitzen sie mit ihren Bierflaschen und Hunden und kacken auch mal in das Gebüsch gleich nebenan, das konnte ich mit eigenen Augen beobachten. Eines Tages zog sich sogar eine sehr dicke Frau die Hosen runter und ich konnte buchstäblich den Mond aufgehen sehen. Sie schiss dort ins Gebüsch, umschwirrt von ihren Hunden…

Die Polizei fährt dort vorbei, aber sie sagen nichts, die kontrollieren lieber die Hundemarken, oder ob alte Mütterchen ihre Hunde an der Leine führen. Warum?

Das Problem ist, viele Leute, gerade ältere Damen, trauen sich dort nicht mehr entlang zu gehen, das habe ich von verschiedenen Personen erfahren. Wer will es ihnen verdenken? Auch ich gehe ungern an einem Rudel Besoffener vorbei, deren Hunde frei umherspringen.

Da wird man wohl was dagegen machen können. Wir haben nichts gegen diese Leute, aber es wäre angebracht, wenn sie sich wieder in ihre alte Laube zurück ziehen würden.

Schließlich wird ja der Unterhalt des Parks von der arbeitenden Bevölkerung gewährleistet, von der wir hier in der Nordstadt gottlob noch genug haben, da sollten doch auch die Bedürfnisse dieser in den Vordergrund gestellt werden, und wir wollen eben keine Penner sehen. Wir haben nichts gegen sie, solange sie uns nicht anschnorren oder mit ihrem Anblick oder Geruch belästigen. Auch das trunkene Geplärre ist nicht sehr nett anzuhören.

Ist es denn zu viel verlangt, dass sich solche Leute dem Anblick der Öffentlichkeit entziehen?

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Giftköder

Hundehasser gibt es schon immer, und auch schon immer haben Hundehasser Hunde vergiftet.

Schon in meiner Kindheit wurde ich Zeuge von solch einer abscheulichen und feigen Tat. Ich bin mit Hunden aufgewachsen, wir hatten schon seit jeher Hovawart Hunde, manchmal auch zwei. Wir hatten auch ein paar Würfe, und ich war eines von den beneidenswerten Kindern, die regelmässig mit einem Rudel kleiner Hündchen spielen konnte.

Eines Tages, ich war etwa 10 Jahre alt, geschah es, dass unser Hund nach seinem Abendspaziergang plötzlich extrem unruhig wurde. Wir ließen ihn in den Garten hinaus, wo er sichtlich panisch herum lief und sich fast pausenlos von krankhaftem Durchfall entleerte.

Wir packten das arme Tier sofort ins Auto und fuhren zum Tierarzt, doch bereits auf dem Weg dorthin verstarb der treue Gefährte.

Ich fühlte mich schuldig, schließlich war ich doch derjenige gewesen, der mit dem Tier abends noch hinaus gewesen war, und ich hatte übersehen, dass er etwas gefressen hatte. Aber es war normal, dass wir unsere Hunde im nahe gelegenen Wäldchen frei laufen ließen, wer konnte da kontrollieren wo er schnupperte?

Natürlich machte mir niemand einen Vorwurf deswegen, aber es nagte doch an mir. Ich war verzweifelt und ich fühlte zwar keinen Hasse, aber es war ein großes Vakuum in mir. Ich hatte den Hund geliebt, und Ich konnte nicht verstehen, wie jemand so bösartig sein konnte, ein hilfloses Tier zu vergiften. Mit einem Gift, dass ihm den Darm durchlöchert, und ihm qualvolle Schmerzen bereitet hat.

Das verstehe ich bis heute nicht, aber so etwas passiert leider immer wieder, es soll sogar vorkommen, dass Giftköder über Gartenzäune auf das eigene Grundstück geworfen werden.

Erst letztes Jahr haben sie hier bei uns am Kobergerplatz einen Pudel vergiftet und erst heute habe ich erfahren, dass es in Fürth wieder aktuelle Fälle gibt.

Es gibt da eine Seite auf der man sich informieren kann, wo es zu Anschlägen gekommen ist. Man hat dort auch die Möglichkeit, Giftköder zu melden.

http://www.giftkoeder-alarm.de

Ich kann nur jedem Hundebesitzer empfehlen sich dort regelmäßig umzusehen und die Augen offen zu halten.

Und noch eine Ansage von mir: Ich halte auch Ausschaue, und sollte ich einen von euch feigen Giftmischern mal auf frischer Tat ertappen, dann kann ich wirklich für nichts garantieren.


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Datenschutz für alle?

Kürzlich war ich in der Südstadt zu Fuß unterwegs und Zeuge einer Verhaftung. Eine Gruppe von etwa sieben Leuten hielt mich auf. Ich solle nicht weitergehen, teilte mir eine sichtlich angetrunkene Mittvierziegerin mit, es gebe hier eine Verhaftung und das könne gefährlich werden hatte die Polizei gesagt.

Unwillig blieb ich stehen. Ich hatte einen wichtigen Termin und wollte mich wegen so etwas nicht verspäten.
Ich sah drei oder vier Polizeibusse in der Straße, einen Rettungswagen vom roten Kreuz und ein quer stehendes Zivilfahrzeug, einen schicken BMW Touring in einer abscheulich bronzenen Farbe: Die Zivilstreife, wie mir erklärt wurde. Ich notierte mir schnell die Autonummer auf dem Handy, man weiß ja nie wer hinter einem auf der Autobahn auftaucht und einen zum Gasgeben drängt….

Vier oder Fünf Polizisten in Uniform standen vor einem Hauseingang herum und wirkten unentschlossen.

Ringsum hingen die Anwohner aus den Fenstern und konnten sich nicht satt sehen. Die meisten in diesem Viertel sind arbeitslos und verleben den gesamten Tag zu Hause vor der Glotze, hier gab es endlich mal was interessantes zu sehen.

Ich entschloss mich, weiter zu gehen, was zum Teufel sollte denn schon passieren? Die Cops vor dem Hauseingang waren nun in Gespräche mit den Neugierigen und Anwohnern vertieft, ich hörte kaum hin, sie sprachen über den Einsatz, ja, eine Verhaftung, im Hinterhaus.

Mein Termin nahm nur etwa zwanzig Minuten in Anspruch, und so passierte ich wenig später wiederum die „Gefahrenstelle“.

Drei von den Polizeibussen waren inzwischen verschwunden, der kärgliche Rest der Menschenmenge (diejenigen, die es nun wirklich ganz genau wissen wollen) hatte sich nun um einen verblieben Polizisten und einen von den Sanitätern geschart, die sich ungeniert über den Einsatz unterhielten.

Es bestünde die Frage, ob der Verhaftete schon einmal in Therapie gewesen sei, sagte gerade der Cop zum Sani, zehn Leute drum herum spitzten die Ohren, und ich verspürte nur Ekel vor dieser krankhaften Neugierde, und dass die Verantwortlichen hier die Privatsphäre des Verhafteten direkt vor seinen Nachbarn auf die Straße zerrten.

Ist denn da der Datenschutz außer Kraft gesetzt, oder gilt da wieder die alte, schon seit George Orwells „Farm der Tiere“ bekannte Regel, dass alle gleich sind, aber manche eben „gleicher“?

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